Guter Sex beginnt mit den richtigen Fragen.....

Ich persönlich könnte viele intime Dinge benennen, die ich nicht möchte. Viel schwieriger wird es allerdings, sich auf die wichtigen Aspekte zu konzentrieren: Nämlich das, was ich möchte....

 

Medien gestalten ein trügerisches Bild über die Sexualität der Menschen. Die meisten Paare sind nicht besonders abenteuerlich, sondern suchen das Gewohnte und Vertraute. Solange das für die Bedürfnisbefriedigung genügt, muss man keineswegs viel verändern.

Falls du dann doch mal auf der Suche nach neuen Erfahrungen bist, begib dich doch auf erotische Entdeckungsreise.

 

Um sich mit den eigenen sowie gemeinsamen sexuellen Vorlieben zu beschäftigen, empfehle ich, die wichtigen Fragen, die persönlichen Erkenntnisse in einer Art Tagebuch festzuhalten.

  

 

Folgende Ansätze könnten hierfür hilfreich sein: 

·      Wie definierst du normalen Sex? Was ist laut deiner Definition „nicht normal“?

·      Welche neuen sexuellen Praktiken wärst du bereit umzusetzen?

·      Welche regen dich ausschließlich in deiner Fantasie an?

·      Welche Berührungen genießt du besonders?

·      Welche deiner Vorlieben findest du leicht und welche eher schwierig umzusetzen?

 

Öffnen dich deinem Partner gegenüber.  Scheue dich nicht manches preiszugeben, aber reagiere einfühlsam, solltest du auf Gegenwehr stoßen. Taste dich langsam an spezielle Themen heran. Beobachte die Mimik und Gestik des Partners, so ist es jederzeit möglich, eine Gesprächsänderung vorzunehmen. Das Beste, was passieren kann? Deine Vorschläge werden mit Feuer und Flamme angenommen! Falls nicht, hast du trotzdem einen positiven Schritt  in eure gemeinsame Zukunft gewagt: Ihr unterhält euch offen über gemeinsame Wünsche. Das wiederum stärkt die Nähe eines Paares und das eigene Selbstbewusstsein. Du stehst für dich selbst und deine Bedürfnisse ein. Wenn beide das tun, steht einem erfüllten Sexleben nichts im Weg. Wenn du die Wünsche deines Partners kennst, bist du nicht andauernd mit belastenden Gedanken beschäftigt: „Bin ich gut?“ „Gefällt ihm/ihr das?“ Womit wir auch gleich beim nächsten Punkt angelangt sind:

 

·   Wie setzt du  dich (gedanklich), während dem Sex unter Druck? „Das muss klappen! Ich muss toll aussehen. Hoffentlich sieht er/sie meinen Makel nicht...“

·      Welche nicht erfüllten Vorstellungen enttäuschen dich und warum? Fühlst du dich unzulänglich? Oder hast du Angst, deinen Partner wiederum zu enttäuschen?

·      Habt ihr euch mit nicht erfüllten Vorstellungen, die häufig von der Pornoindustrie und Medien vorgegeben und dementsprechend unrealistisch sind, gemeinsam auseinandergesetzt? Um tollen Sex zu erleben, ist es unbedeutend, was andere tun. Nur ihr beide zählt.

·      Welche Stimmung benötigt ihr überhaupt, um genießen zu können und sich der sexuellen Nähe hinzugeben?

·    Schweifst du während des Liebesakts ab? Wenn ja, warum? Ist es auf Grund einer unpassenden Stimmung oder macht dir der Alltagsstress zu schaffen? Fehlen bestimmte Berührungen, die du besonders schätzt oder wäre eine andere Sex-Position geeigneter?

·      Hast du öfter das Gefühl du oder dein Partner würden etwas verlangen oder tun, um zu gefallen?

 

E  Erotische Geschichten beleben die Fantasie 

 

Der Aufbau sexueller Intimität gelingt, wenn man sich ehrlich zeigt. Bewahre während dieser intimen Unterhaltungen Ruhe. Nicht jeder Wunsch muss in die Tat umgesetzt werden. Sei nicht enttäuscht über Fantasien, in denen eine andere Frau und/oder ein  anderer Mann eine Nebenrolle spielt. Falls das eine der Praktiken ist, die du nicht für gut heißt, kannst du überlegen, ob du die Ménage à trois nicht ein wenig abwandelst? Als Beispiel könntest du eine erotische Geschichte für deinen Partner verfassen und diese als Vorspiel verwenden?  Vielen genügt diese kreative Umsetzung der Vorstellung innerhalb des gemeinsamen Sexuallebens. Sieh keinen der Wünsche als Ablehnung oder gar als Unzulänglichkeit deiner Weiblich- oder Männlichkeit, sondern bewundert euren Mut gemeinsam zu wachsen.